Freitag, 26. September 2008

Die Folgen ....

Man stelle sich einen Angestellten vor, der pro Tag 20 km von zu Hause bis zur Arbeitsstätte zurücklegt. Das zweimal am Tag, 220 Tage pro Jahr. Die Benzinrechnung beläuft sich somit bei 1.40 € pro Liter und einem Durchschnittsverbrauch von 7 Litern pro 100 km auf ca. 860 € pro Jahr. Gehen wir mal davon aus, dass der Preis pro Barrel Brent Crude auf 200$ steigt, dann würde das wahrscheinlich einen Benzinpreis von 2,10 € ergeben - also ca. 1.200 € Kosten pro Jahr, bei 400 $ und 4,10 € ca. 2.500 € pro Jahr etc. Es ist nur eine Frage von Entfernung Arbeitsstätte zu Wohnung, Benzinverbrauch und Ölpreis - irgendwann kann sich der Durchschnittsverdiener das nicht mehr erlauben.

Die Lösung wird sein, dass sich die Speckgürtel um die größeren Städte langsam aber sicher wieder auflösen, die Arbeitznehmer wieder in die Städte zurückkehren, Miet-, Grundstücks- und Wohnugspreise dort ansteigen, Unmengen an Geld in Infrastrukturmaßnahmen für die Städte gepumpt wird - URBANISIERUNG! Im Gegenzug erfolgt eine Reaktivierung der brach liegenden Flächen im Umland als landwirtschaftliche Nutzfläche. Eine Landflucht wird einsetzen, Grundstückspreise- Wohnungs- und Mietpreise auf dem Land fallen ins Bodenlose.

Ein weiters Problem ergibt sich für die Mega Stores ausserhalb der Ballungszentren - wer zahlt dann schon eben mal 300 € nur um eine Jeans 50% billiger kaufen zu können. Vielleicht auch eine Möglichkeit für neue Geschäftsmodelle - z.B Lieferung von Nahrungsmittel and Endverbraucher.

Aber kann der Benzin/Ölpreis so hoch steigen?

Wenn das Öl zur wirklich zur Neige geht, werden wir in Europa nicht wirklich Probleme mit den steigenden Preisen bekommen - wir werden gar kein Öl mehr bekommen. Denn die Fördernationen werden ihr Öl schön für sich behalten - sofern nicht schon die Großmächte China, Russland und USA die Hand über die letzten geförderten Einheiten halten.

Die Frage ist nur, wann die Fördernationen umdenken - von Profit auf Überleben umstellen.


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Donnerstag, 25. September 2008

Peak Oil - II


Grafik: The Oil Drum

Wie man sehen kann, nimmt die Fördermenge, trotz steigender Nachfrage (China, Indien) und trotz der Zusage der OPEC Staaten die steigenden Preise durch höhere Fördervolumina auszugleichen, seit 2005 nicht mehr wirklich zu. Kann man nicht mehr? - oder möchte man and den durch künstliche Begrenzung des Fördervolumens gestiegenen Preisen verdienen.

Auch das deutsche Geologische Institut zeigt in seiner Projektion tendentiell eher eingetrübte Aussichten, wobei man hier von einem Oil-Peak um das Jahr 2015/2020 ausgeht. Ist aber eigentlich auch nicht weiter beruhigend.
Man kann es also drehen und wenden wie man möchte, die Kurven verschieben, strecken oder stauchen - Tatsache bleibt, das der Rohstoff Öl zur Neige geht - und ob jetzt 15 oder 30 Jahre zur Diskussion stehen, 100 Jahre sind es auf keinen Fall mehr.

Mittwoch, 24. September 2008

Peak Oil

schon interessant wenn man so durch die verschiedenen Aktien-Foren stöbert. Die meisten gehen davon aus, dass wir den Oil Peak, also den Zeitpunkt nachdem die Öl-Fördermenge nur noch abnimmt, bereits hinter uns haben.

Irritierend ist, dass sich alle nur Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen das auf die Finanzmärkte hat - die Realwirtschaft wird da vollkommen ausgeblendet. Scheinbar haben sich bisher nur wenige Menschen überhaupt Gedanken gemacht, was das für uns ALLE bedeuten würde.

Zugegeben ist auch nicht wirklich so einfach. Könnte aber doch ganz "lustig" sein sich so ein Leben ohne die "schwarze Brühe" vorzustellen - oder nicht

Aber ist es tatsächlich so, das wir die maximal mögliche Fördermenge bereits überschritten haben?















(Quelle: Neufunde von Ölfeldern und Förderung im Vergleich. Grafik: EWG, gesehen bei www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27993/1.html)

Diese Grafik zeigt sehr anschaulich, dass bereits seit 1980 die Förderungen die Anzahl der Neufunde übersteigt und diese Anzahl trotz Erschließung neuer Bereich wie dem Tiefsee-Öl stetig abnimmt. Das heißt ja ber noch nichts - ausser das wir schneller Öl konsumieren, als durch Neufunde kompensiert werden kann. Letztlich ist ja aber vor allem entscheidend wie ergiebig die bereits erschlossenen Felder sind und wieviel Reserven sich daraus noch generieren lassen.